6. Mai 2020 | 20 Uhr

Bohemian Rhapsody

Drama/Biografie | 2018 | USA/GB

Bohemian Rhapsody ist ein biografisches Filmdrama über die Geschichte Freddie Mercurys von der Gründung der Band Queen bis zum Auftritt bei Live Aid sechs Jahre vor seinem Tod.

In den gut zwei Dekaden, die Queen mit Mercury existierte, schuf die britische Band mit „Bohemian Rhapsody“, „We Are The Champions“, „Somebody To Love“ oder „We Will Rock You“ reihenweise Welthits für die Ewigkeit. 

Farrokh Bulsara, der aus dem heutigen Tansania stammt, trifft im Jahr 1970 auf die Musiker Brian May, Roger Taylor und John Deacon, die auf der Suche nach einem neuen Sänger für ihre Band sind. Aus den Vieren wird Queen, und aus Farrokh wird Freddie Mercury, eine Legende. Gemeinsam feiern sie bald musikalische Erfolge und schreiben einen Hit nach dem anderen, wie etwa `Bohemian Rhapsody'. 

 

Doch hinter der schillernden Fassade kämpft Freddie mit seiner inneren Zerrissenheit und versucht, sich mit seiner Homosexualität zu arrangieren. Schließlich verlässt Mercury Queen um eine Solokarriere zu starten, doch muss schon bald erkennen, dass er ohne seine Mitstreiter aufgeschmissen ist. Obwohl er mittlerweile an AIDS erkrankt ist, gelingt es ihm, seine Bandmitglieder noch einmal zusammenzutrommeln und beim Live Aid einen der legendärsten Auftritte der Musikgeschichte hinzulegen…

 

Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2018 (Deutschland)

Regisseur: Bryan Singer

Musik komponiert von: John Ottman

Produzenten: Bryan Singer, Robert De Niro, Jim Beach, Graham King

 

Besetzung

Rami Malek (Freddie Mercury), Gwilym Lee (Brian May), Brian May, Joseph Mazzello (John Deacon), Ben Hardy (Roger Taylor) u.a. 

 

 

Geschichtlicher Hintergrund

Im Film wird ein Zeitraum von 15 Jahren abgedeckt; von der Gründung der Band Queen im Jahr 1970 bis zum Live Aid-Konzert im Juli 1985. Wie unter anderem der Rolling Stone und E! herausstellten, weichen zahlreiche im Film gezeigte Szenen und Details von der historischen Realität ab, so fand beispielsweise die Band auf andere Weise zusammen. Diverse Songs und ihre Entstehung werden zeitlich falsch eingeordnet. Mercurys Soloprojekte sorgten, anders als im Film suggeriert, nicht für Kontroversen innerhalb der Band, denn auch andere Bandmitglieder hatten zuvor bereits Soloalben veröffentlicht. Zudem war die Band nie getrennt, sondern immer aktiv und tourte noch bis acht Wochen vor dem Live-Aid-Auftritt, der im Film als Wiedervereinigung der Band dargestellt wird. Die Figur des EMI-Chefs Ray Foster ist fiktiv und lose an den realen Labelchef Roy Featherstone angelehnt, der, anders als im Film dargestellt, Queen-Fan war. Jim Hutton war nicht Kellner, sondern Frisör, den Mercury in einem Nachtclub kennenlernte. Der Zeitpunkt, zu dem Mercury die Band über seine Erkrankung informierte, ist umstritten.

 

 

Filmkritik

Sassan Niasseri vom Rolling Stone findet, dass Bohemian Rhapsody in der Chronologie der Ereignisse ins Schleudern gerät. Gleichzeitig sei der Film aber auch ein in der Zerrissenheit seines Helden mutiges Statement. Zudem biete er, was für einen Musikfilm fundamental sei, einen extrem gut klingenden Erzählsound. „Wir hören innerhalb von nur zwei Stunden alle wichtigen Lieder, und die Bewegungen der vier Queen-Darsteller sind sehr nahe an den Originalen dran. Malek bewegt die Lippen zum Playback Mercurys sowie des Imitators Marc Martel, das war bekannt, aber er bewegt sich auch gut – pointiert, aber ohne Übertreibung. Vor allem Gwilym Lee übertrifft alle Erwartungen, hat sich Aussehen und Habitus von Brian May angeeignet, wie es vielleicht noch keinem Schauspieler bei irgendeinem Musiker gelang.“

 

 

Auszeichnungen 

AACTA International Awards 2019: Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Rami Malek) 

Blue Ribbon Award: Auszeichnung in der Kategorie Bester ausländischer Film

British Academy Film Awards 2019: Auszeichnung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller (Rami Malek), Auszeichnung in der Kategorie Bester Ton (John Casali, Tim Cavagin, Nina Hartstone, Paul Massey & John Warhurst)

  

Quellen: Google, wikipedia, filmstarts.de